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Umgebung
Frei nach dem Motto "Kur, Kultur, Natur" finden Sie hier ein paar Bilder der Umgebung

"Fern von Hektik, Streß und Lärm - reizvoll in einem Bachtal - liegt das quellenreiche ehemalige
Heilbad. Beheiztes Freibad und ausgedehnte Wälder ergänzen die Kur. Abwechslungsreiche
Landschaften und die Herzlichkeit der Bevölkerung fügen sich harmonisch zusammen. Auch bei Regen laden
gemütliche Unterkünfte zum Verweilen ein. In den Gasthöfen wird schmackhaft und
bodenständig gekocht."
Hauerz hat ca 1,140 Einwohner, ist ca 10 km von Bad Wurzach entfernt und liegt auf einer Höhe von 650-720m.
Hauerz in den 70ern

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Am Anfang eine römischer Wachturm ?
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Hauerz wird in der Oberantsbeschreibung von 1843 als ein weitläufig gebauter Ort beschrieben, der sich
freundlich und ziemlich beengt im Tälchen des Sendener Baches liegt. Von der Pfarrkirche St. Martin
wird
vermutet, daß der heute 42,5 m hohe Turm an einen römischen Wartturm aufgebaut sei. Eine Warte mag er
nach
seiner Bauart und Lage immerhin gewesen sein, da sich von seiner Höhe eine sehr weite Aussicht, wie
man sagt
bis Ulm, darbietet. Man versucht selbst den Namen des Ortes von dieser "Hohen Warte" herzuleiteten:
Hohwart,
Hauwarts. Die Ortschaft taucht urkundlich erstmals 1272 als Huward auf. Drei Jahre später wird die Pfarrei
Huwarts genannt.
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Das Forsthaus - ein ehemaliges Schlösschen
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Es gibt eine Urkunde aus dem Jahr 1481, nach der dieses Haus nebst zwei Weihern vom Pfarrherr Simon
mit
Erlaubnis der weltlichen Herrschaft erbaut wurde. Dieses Haus sollte nach des Pfarrers Tod an das Haus
Waldburg zurückfallen. Bei diesem festen Hus handelte es sich um ein burgartiges Schlößchen,
das von einem
Graben umgeben war.
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Im Jahr 1864 mehr Einwohner als die Stadt Bad Wurzach
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Besonders hervorzuheben ist der früher schon hohe Stand der Hauerzer Gewerbebetriebe, die die reichlich
vorhandene Wasserkraft nutzten. Im Jahre 1843 werden genannt: eine Mahl- und eine Getreidemühle, eine
Öl-
und zwei Sägemühlen, sowie eine Hammerschmiede. Dazu kam eine kleine Blasebalgfabrik, deren Besitzer
Anton
Weishaupt 1877 tödlich verunglückte. Ein Spross dieser Familie machte sich in Schwendi selbständig.
Dessen
Nachkommen bauten das Geschöft zum führenden Hersteller von Ölbrennern aus. Bei den Handwerkern sind
besonders die Huf- und Nagelschmiede und die Hafner erwähnt. Ausserdem bestand in Hauerz lange eine
Papiermühle, bis sie 1842 abbrannte. Noch im 20. Jahrhundert gab es Papier mit Hauerzer Wasserzeichen.
Diese
Betriebe haben bestimmt vielen Menschen Brot und Arbeit geboten. So mag man es erklären, daß Hauerz
im Jahr
1864 genau 14 Einwohner mehr als die Stadt Wurzach hatte, nämlich 1015.
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Baden in Hauerz einst ein fürstlich adeliges Sommervergnügen
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Im Jahre 1665 läßt die Herrschaft Zeil bei der Heilquelle in Hauerz ein großzügige Badeanstalt errichten,
deren
Heilwasser vornehmen Herrschaften zur Kur und Unterhaltung dienen sollte. Zehn Jahre später kam das
Bad an
die Wurzacher Linie des Hauses Waldburg. Leider wurde nie eine zuverlässige chemische Analyse des
Heilwassers vorgenommen. Die Badeanlage befand sich unterhalb des heutigen Gasthofs zum Adler nahe der
Badelinde. Neben eingebauten Badezimmern mit Zugang zu den Quellen war ein grosser Badekessel vorhanden,
der zur Temperierung des Heilwassers diente. Nicht nur zu Bädern aller Art, sondern auch zu Trinkkuren
wurde
das Heilwasser verwendet. Der Besuch des Bades beschränkte sich anfänglich in der Hauptsache auf die
Mitglieder adeliger Familien, sowie auf Heilungssuchende aus der Umgebung. Aus den Baderechnungen geht
hervor, dass die allermeisten Gäste der späteren Jahre aus der direkten Umgebung kamen und die
Badegelegenheit einige Male im Jahr wahrnahmen. Um den Badebetrieb zu beleben, wurde nach einer durch
Kriegswirren erzwungenen einjährigen Pause ein Werbeprospekt herausgegeben.
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Hauerzer Heimatlied
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O Hauerz mein
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Wo meiner Kindheit Wiege stand
und mich bewahrt´die Mutterhand
nur dort leb´ich in Glück und Ruh´
o Hauerz mein, wie schön bist du !
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Viel´Hüttlein Schmuck an jedem Hang
umtönt von lautem Glockenklang
die laden ein zu Rast und Ruh
ó Hauerz mein, wie schön bist du !
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Bei Regen und bei Sonnenglut
steig´ich vom Berg mit frohem Mut
und schick´mein Lied dem Himmel zu
o Hauerz mein, wie schön bist du !
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Und wenn ich einmal sterben muß
sei dies mein letzter Abschiedsgruß
deck mich mit Heimaterde zu
o Hauerz mein, wie schön bist du !
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Friedrich Schiedel, Initiator und Motor
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Der Gedanke:
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" Wir hatten als Buben ständig
Kummer, wo wir schwimmen und
baden könnten. Diese Situation hat
sich eine Generation lang nicht
geändert, sodass ich mich bemüßigt
fühle dafür zu sorgen, daß die Jugend
von Hauerz und von den umliegenden
Ortschaften ein würdiges und für die
Gemeinde auch schmuckes
Schwimmbad erhält. "
F. Schiedel
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Doch nicht nur heute, auch 1969 waren die Mittel knapp. So musste zuerst die Finanzierung geprüft
werden.
Der Gemeinderat von Hauerz beschloss im März 1969, vorbehaltlich des Ergebnisses der endgültigen
Planung mit Kostenvoranschlag, ein Freibad zu errichten, desweiteren wird Herr Fabrikant Schiedel
gebeten die endgültige Planung für die gesamte Freibadanlage anzufertigen.
Eine großzügige Spende von Herrn Schiedel brachte den Stein ins rollen. Das Grundstück wurde
ausgewählt, die Bevölkerung zur Eigenleistung mobilisiert und Materialspenden von Firmen zugesagt.
Am Montag 6. Oktober 1969 wurde damit begonnen, entsprechend den von Herrn Fabrikant Schiedel
gefertigten Bauplänen, das Freibadgelände auszustecken. Die Bauarbeiten nahmen ihren Lauf und
schon bald wurde über das Einweihungsfest nachgedacht. Lehrer, Kinderschwester, Vereinsvorstände
und der Gemeinderat hatten den Festablauf zu klären. Als Termin wurde der 7. August 1971 festgelegt.
Herrn Fabrikant Friedrich Schiedel, der den Anstoß zum Bau des Freibades gegeben hat, wird
anlässlich der Freibadeinweihung für seine ausserordentlichen Verdienste, die er durch seine Spende
für
dessen Bau und durch seine Vereinsförderung erworben hat, zum Ehrenbürger ernannt.
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Bitte senden Sie Ihre Kommentare / Anregungen an awillburger@gmx.de. Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisiert am 01.06.2004.
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